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Wenn das Geld bremst – und wie es trotzdem weitergeht


Warum Finanzen im Midlife-Coaching nicht fehlen dürfen

Es fängt oft ganz leise an.

Ein Gedanke, ein Drängen von innen. Vielleicht nach mehr Sinn. Weniger Hetze. Oder einfach dem Wunsch, etwas zu verändern.


In vielen Coachings höre ich dann irgendwann denselben Satz: „Ich würde ja gerne, aber ich weiss nicht, ob ich mir das leisten kann.“


Das ist kein banales Thema.

Denn wie soll man den Blick weiten, wenn einem ständig die Finanzen im Nacken sitzen?


Geld als leiser Blockierer


Viele Menschen in der Lebensmitte stehen unter Druck – beruflich, familiär, emotional. Sie möchten etwas verändern, aber das Gefühl, „ich muss ja“, überlagert das „ich will“. Und häufig steckt dahinter: finanzielle Unsicherheit.


Obwohl das Thema so präsent ist, wird es oft ausgespart. Aus Scham, Überforderung oder weil man gelernt hat, „darüber spricht man nicht“.


Aber genau das wollen wir in der Midlife Academy anders machen.

Denn Geld ist kein Tabu. Und es ist auch kein rein rationales Thema – sondern oft tief emotional.


Was wir über Geld glauben


Im Coaching starten wir deshalb nicht mit Zahlen, sondern mit Fragen wie:

  • Welche Sätze über Geld begleiten mich schon mein ganzes Leben?

  • Wer durfte in meiner Familie Geld haben – und wer nicht?

  • Was bedeutet Geld für mich: Sicherheit, Freiheit, Kontrolle?


Diese Gedanken prägen unser Verhalten viel stärker, als uns bewusst ist. Erst wenn wir sie anschauen, können wir sie auch hinterfragen.


Bewusst ausgeben statt krampfhaft sparen


Nicht alle Menschen brauchen ein Budget – aber viele brauchen einen bewussteren Umgang mit Geld.


Der Autor Ramit Sethi schlägt in seine Buch "I will teach you to be rich" statt eines klassischen Haushaltsplanes etwas anderes vor: einen „Conscious Spending Plan“ – also einen Ausgabenplan, der zu den eigenen Prioritäten passt.


Die Idee dahinter:

  • Fixkosten gut im Griff haben

  • Sparen und Vorsorge nicht vergessen und möglichst automatisieren

  • Zukunftsinvestitionen (z. B. Weiterbildung, Projektarbeit) einplanen

  • und genussvolle Ausgaben ganz bewusst ermöglichen – ohne schlechtes Gewissen ("Guilt-Free Spending").


Für viele ist das eine echte Entlastung. Weil es nicht ums Streichen geht, sondern ums Gestalten.


Die Sache mit der Vorsorge


Wenn es um Finanzen geht, kommt in der Schweiz schnell auch das Wort „Vorsorge“ ins Spiel. Und damit oft: Fragezeichen.


Wie war das nochmal mit den drei Säulen? Was passiert mit der Pensionskasse, wenn ich Teilzeit arbeite? Lohnt sich eine Säule 3a?


Diese Fragen sind berechtigt – und sie lassen sich klären. Im Coaching geht es dabei nicht um Details oder Beratung im engeren Sinn, sondern um Verständnis und Orientierung. Oft genügt schon ein grober Überblick, um wieder handlungsfähig zu werden.


Kleine Schritte – echte Wirkung


Veränderung bedeutet nicht, gleich alles hinzuschmeissen.

Manchmal reicht es, einen halben Tag pro Woche freizuschaufeln, um etwas Neues zu starten.


Oder einen kleinen Betrag beiseite zu legen – für eine Weiterbildung, eine kreative Auszeit oder das eigene Projekt, das schon so lange aufgeschoben wurde.


Finanzielle Klarheit schafft Handlungsspielraum.

Und mit einem Plan fühlt sich vieles gleich viel weniger riskant an.


Und dann?


Wenn das Geld nicht mehr im Weg steht, wird vieles leichter.

Nicht, weil plötzlich alles möglich ist – sondern weil Sie wissen, was möglich ist. Und wo es noch Lücken gibt, die Sie aktiv angehen können.


Fazit: Geld ist Teil der Realität – und Teil des Wegs


Im Midlife dreht sich vieles um Orientierung, Werte und das, was man aus dem eigenen Leben noch machen möchte. Dabei verdient das Thema Geld einen Platz am Tisch. Nicht im Zentrum – aber als verlässlicher Begleiter.


Wenn Sie das Gefühl haben, dass finanzielle Unsicherheit Sie bremst – dann lohnt sich ein zweiter Blick. Nicht auf den Kontostand, sondern auf die Möglichkeiten dahinter.


 
 
 

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